Biografie von Angelika Gerth
Von der Kindheit bis zum Erwachsenwerden
1938 – 1957
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geboren am 29.04.1938 in Insterburg (Ostpreußen)
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bis zum 6. Lebensjahr glückliche Kindheit in Königshuld II (Kreis Tilsit/Ragnit) zwischen Birkenhain und Haselberg
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Kindheitstrauma von der Flucht vor der Roten Armee mit Mutter und Großmutter, insbesondere die Angst die Mutter zu verlieren
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Flucht über das gefrorene Haff mit apokalyptischen Zuständen (wahrscheinlich Frisches Haff), dann vermutlich mit dem Schiff “Ida Blumenthal” von Pillau nach Gotenhafen (?), dann auf das Gut Zitzewitz nach Zezenow (heute: Cecenowo, Polen, zwischen Kolberg und Danzig)
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1945 bis 1947: Aufenthalt in Cecenowo, hier ist die Großmutter im Alter von 66 Jahren verstorben und beerdigt, dann Zittau, dann Kremmen/Oberhavel und Wiedervereinigung der Familie (Vater, Mutter, Tochter)
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Goethe-Schule in Kremmen (2 Klassenstufen übersprungen)
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1953: Konfirmation in Kremmen
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1953 bis 1957: Abitur an der “Alexander Puschkin” Oberschule in Hennigsdorf
Studium, Berufsleben und Familiengründung
1957 – 2003
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1957 bis 1962: Studium an der Ernst-Moritz-Arndt Universität in Greifswald für das Lehramt (Biologie/Chemie)
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1961: Heirat von Heinz-Jürgen Gerth in Kremmen
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1962: Umzug nach Berlin-Lichtenberg
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ab 1962: Schuldienst in Berlin-Kaulsdorf
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1964: Sohn Ulf wird geboren
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1968 bis 2003 Schuldienst an der Erweiterten Oberschule “Max Planck” in Berlin-Mitte
Familie, Verantwortung und Beziehungen
bis 2003
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aufopferungsvolle Pflege ihrer Mutter, Erika Barkschat, bis zu ihrem Tod 2003
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jährlicher Briefkontakt zu Lidija Meskaityte (Cousine väterlicherseits, 1926 bis 1993), der bekannten Landschaftsmalerin aus Schmalleningken/Antschwenten (Litauen), später zu deren Freunden (Weihnachtspakete)
Ruhestand und neue Horizonte
ab 2003
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ab 2003: Ruhestand
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Juni 2004: erste Reise in die alte Heimat (Königsberg, Kurische Nehrung, Tilsit, Ragnit, Schmalleningken, Antschwenten etc.), hier Bekanntschaft mit den Amerikanern Eleonore und Bob aus Bristol, CT
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Sommer 2004: erste USA-Reise mit Besuch ihrer ostpreußischen Freundin Eleonore in Bristol, CT
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2005: Umzug nach Berlin-Halensee mit vielen glücklichen Jahren im neuen Kiez
Gesundheit und medizinische Themen
ab 2013
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Sporadische „hypertensive Krisen“ stören das positive Allgemeinbefinden, ein Berliner Endokrinologe verschreibt Ende 2013 "Spironolacton" und die Beschwerden sind umgehend weg
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Sommer 2016: Vater erleidet einen schweren Schlaganfall in Bristol, CT (Behandlung im "Hartford Hospital", CT, Reha im "Gaylord Hospital" Wallingford, CT sowie Grünheide bei Berlin)
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Ende 2016: Vater muss in betreutes Wohnen der Pro Seniore Residenz am Q100 ziehen, permanente und tägliche Pflege des Vaters durch meine Mutter von 8 bis 20 Uhr
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jährlicher Sommerurlaub in Binz/Rügen am Fischerstrand (u. a. mit dem Mobilitätsservice der Deutschen Bahn und einem Pflegeteam aus Bergen/Rügen)
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2019: komplette Genomanalyse durch "Dante Labs" in Italien
Schwere Erkrankung und außergewöhnlicher Kampf
2022 bis 2024
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März 2022: niederschmetternde Diagnose bei Mutter: inoperables Glioblastom in der rechten Hirnhälfte (Strahlen- und Chemotherapie, Optune-Therapie von Novocure, sofortige tägliche Einnahme von Epidyolex sowie Behandlung mit 4 “repurposed drugs” durch die "Care Oncology Clinic" (COC) in London, regelmäßige Video-Sprechstunden mit der COC, kein Tumorprogress bis zum Lebensende!)
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Juni 2022: Umzug von Mutter in die Pro Seniore Residenz am Q100
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Ende 2022: DNA-Sequenzierung der Gehirntumor-Biopsie Gewebsprobe mit wegweisenden Behandlungsstrategien durch das präzisionsonkologische Tumorboard der Charité (CCCC)
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April 2023: Kontakt zu Prof. Thomas N. Seyfried (Boston College, MA), der eine "Keto-Diet" als Behandlung für Glioblastom-Patienten favorisiert
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März 2024: zweite niederschmetternde Diagnose: inoperables, metastasierendes Pankreas-Karzinom (St. Gertrauden Krankenhaus in Berlin-Wilmersdorf)
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Ende März/Anfang April 2024: Kontakt zu führenden amerikanischen Wissenschaftlern/Onkologen, die an der Entwicklung der vielversprechenden neuen "Medikamente" (ONC201, ONC206, ONC212) gegen das Glioblastom und Pankreaskarzinom beteiligt sind mit dem Ziel, durch "Expanded Access" bzw. "Compassionate Use" an diese Substanzen zu kommen, was dann leider schon zu spät war
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ein Palliativ-Team begleitet die letzten Tage meiner Mutter bevor sie am 21.04.24 für immer friedlich von uns geht
Biografie von Heinz-Jürgen Gerth
Von der Kindheit bis zum Erwachsenwerden
1935 – 1950
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geboren am 20.09.1935 in Berlin-Neukölln als Sohn des Schneidermeisters Herbert Gerth (geb. 11.09.1907 in Thorn, Westpreußen) und der Hausfrau Ella Gerth (geb. Bielicke am 26.12.1910 in Berlin)
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Heinz Gerth hatte eine ältere Schwester, Helga Gerth (1934-2024)
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1942 bis 1950: Besuch der Goethe-Grundschule in Kremmen/Oberhavel
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1950: Konfirmation in Kremmen
Ausbildung, Berufsleben und Familiengründung
1950 – 1990
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1950 bis 1953: Herrenmaßschneider-Lehre beim Vater sowie Berufsschule in Hennigsdorf
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Herrenmaßschneider in Kremmen bis 1960
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1952: Fahrradtour an die Ostsee (Insel Usedom) in einem Tag zusammen mit Friedhelm Wiese
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1958: Zuschneide-Lehrgang für Herren- und Damenoberbekleidung in der Nebel’schen Zuschneide-Schule in Berlin
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1960: Besuch der Meisterschule der Handwerkskammer in Chemnitz (Meisterprüfung)
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ab 1960: Modeinstitut Berlin als Konstrukteur für Herrenoberbekleidung (HOB) und Umzug nach Berlin-Lichtenberg
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1961: Heirat von Angelika Gerth, geb. Barkschat
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1964: Geburt von Sohn Ulf
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1961 bis 1966: Besuch der Ingenieurschule für Bekleidungstechnik in Berlin am Warschauer Platz als Fernstudent
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1966: Abschluss der Ingenieurschule als Bekleidungsingenieur
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1970-1972: Besuch der Ingenieurschule für Textiltechnik Reichenbach im Vogtland als Fernstudent
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1972: Abschluss als Fachingenieur für Datenverarbeitung
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Kollegen der 60er, 70er und 80er Jahre im Modeinstitut: Karl-Heinz Siepe, Ernst Schmidt, Reinhard Zwirner, Siegfried Wolf, Gerhard Ehrlich, Gerda Stüwe, Christel Richter, Waltraut Stöckmann, Ruth Kitschke, Karl Schubert, Wolfgang Frübel, Gerhard Kind (Busfahrer)
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1983: Umzug nach Berlin-Marzahn
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ab 1990: Tätigkeit als Konstrukteur (HOB und DOB) für „City Moden Berlin“ und häufige PKW-Fahrten nach Polen zu kooperierenden Betrieben
Neubeginn, Familie und neue Horizonte
1995 – 2013
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1995: Herzinfarkt (Behandlung in Berlin-Buch), Reha am Wolletzsee, Frühpensionierung, Arbeiten für Frau B. Thasler (Berlin-Rudow) – hauptsächlich Schnitte für Damenmode
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Pflege der Schwiegermutter Erika Barkschat (1906-2003) in der gemeinsamen Wohnung
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1996: erste USA-Reise zusammen mit Ulf Gerth
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2005: Umzug nach Berlin-Halensee, viele glückliche Jahre im neuen Kiez
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2012: Fertigstellung seines ca. 550-seitigen Buchs: „Schnitttechnik für Herrenbekleidung – Lehrbuch nach dem Einheitssystem – Konstruktionen für Sakkos, Westen, Fracks, Hosen, Mäntel, Schnittentwicklung, Gradation usw.“
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2013: hervorragend geglückte OP mit einem künstlichen linken Kniegelenk ("poster child") im "Vivantes Wenckebach-Klinikum" (Tempelhof) nach der missglückten Meniskus-OP in Hennigsdorf nach einem Sportunfall in den 50er Jahren, Reha in der "Median Klinik" (Kladow)
Gesundheitliche Einschnitte, Zusammenhalt und Abschied
ab 2016
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28.08.2016: schwerer Schlaganfall mit linksseitiger Lähmung in Bristol, CT, sofortige Verlegung und Behandlung im "Hartford Hospital", CT, dann Reha im "Gaylord Hospital" in Wallingford, CT (USA)
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Okt./Nov. 2016: Fortsetzung der Reha in der "Median Klinik" Grünheide (Mark) bei Berlin
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Dez. 2016: Einzug in das „betreute Wohnen“ der "Pro Seniore Residenz" in Berlin-Halensee
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intensive und aufopferungsvolle Pflege durch Frau und Sohn, ab 2016 wohnten wir faktisch im Q100, regelmäßige Ausflüge an den Wochenenden ins Brandenburger Land, insbesondere nach Hakenberg, Kremmen und Paretz
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von 2017 bis 2025: jährliche Urlaubsreisen ins „Seeschloss“ nach Binz auf Rügen mit dem Mobilitätsservice der Deutschen Bahn und einem lokalen Pflegedienst vor Ort
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grandiose sowie permanente Hilfe und Unterstützung bei der Betreuung meines Vaters durch Norbert und Elisa Schuldt (ehemalige Nachbarn) nach dem Tod "unserer Mutter" Angelika Gerth am 21.04.24
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am 25.01.26 stirbt Heinz-Jürgen unerwartet im Alter von 90 Jahren in der Infektiologie des "Virchow-Klinikums" (Wedding)